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"Der Unterschied zu Fotografien ist so subtil wie wirkungsvoll: Auch wenn keine Menschen zu sehen sind, "atmen" die Bilder – selbst dort, wo sich nicht zufällig Bäume vor dem Fenster im Wind bewegen oder Autos vorbeifahren..."
Roman Gerold, Der Standard.
Der Standard. Mittwoch, 22.Oktober 2014
WAS BLEIBT. DEATH ] [ PROOF. Rotes Parapetfeld mit Patina, Erdgeschoß. Vom Bildautor liebgewonnenes »falsches« rotes Parapetfeld. Foto: Christian Fröhlich. Aktuelle Befunde beweisen: »Die heutige Interpretation der roten Parapetfelder in den Gangzonen der Akademie ist falsch. Es liegt auf der Hand, dass auch hier ein durchgehender schwarzer Sockel existiert haben muss. (...) Da eine großflächige Freilegung der Originalfassung auszuschließen ist, ließe sich dies nur mit einer neuerlichen Übermalung erreichen.« (aus: Untersuchungsbericht RIFF-OEG, 2008); Fotos Slideshow: Lisa Rastl

DEATH ] [ PROOF. Exhibition

A Project by
Christian Fröhlich
with Christopher Ghouse

kindly supported by: Martin Auer, Johanna Digruber, Helmut Hempel, Jochen Käferhaus, Claudia Koch, Ruth Lackner

http://akbild.ac.at/wasbleibt

]a[
XHIBIT

Opening | 07.10.2014, 7.00 p.m.
Exhibition dates | 08.10.2014 – 09.11.2014
Venue | Academy of Fine Arts Vienna, Main Buliding, Schillerplatz 3, 1010 Vienna, xhibit

WHAT REMAINS
Two different lines of sight intersect in the exhibition WHAT REMAINS: while documenting how use and aging processes inscribe themselves into a building on the one hand, the show also shifts the focus from the restored object to the conservation process as such. WHAT REMAINS maps an uncertain terrain and secures traces in the pivot of what is going on.

DEATH ] [ PROOF

Refurbishment. Conversion
Destroy. Renovate to death

During your visit of this exhibition the entire building of the Academy of Fine Arts Vienna finds itself in a kind of limbo before its pending refurbishment. Though preservation is a primary objective, there is always the risk of destroying or renovating something to death. The idiom “death-proof” describes the technical design of a machine protecting its users from losing their lives. Concerning architecture, the question that arises is how to refurbish a building without renovating it to death in terms of the culture of building becoming manifest in it? The experts’ answer is not an unequivocal one. The range of suggested solutions spans from restoring the patinated original state by “exposure” to simulating the past by applying new layers.

The project DEATH ] [ PROOF serves as a corrective and snapshot of the actual state here. The video portraits of the rooms of the Academy on Schillerplatz offer the unique opportunity to pause and observe how the house presents itself before its renovation starts. Camera and video medium help us to have a closer look. Details, surfaces, materials, ruinous parts, patina … valuable and cherished things, the feasible and the strange, which the human eye usually just glides across, are made visible by the camera eye in capturing them.

One thing is already clear, without wanting to make a judgment: Hansen’s building will never be seen again as it is presented in the exhibition DEATH ] [ PROOF.

S15a Anatomiesaal | Tod. Leichen. Tabu. Doch Leben: die Holzmöblierung knarrt. Seziert wurde in einem der letzten, fast unverändert erhaltenen historischen Anatomietheater Europas sehr wenig. Nach der Fertigstellung wurde noch ein Anatom bestellt, es wurden aber keine anatomischen Sektionen in diesem, 1876 neu geschaffenen Raum durchgeführt. In seiner architektonischen Gestaltung und Einrichtung ist der Raum ein geschütztes Architekturdenkmal von höchstem Wert. Schüler von Ernst A. Plischke schwärmen ungebrochen weiterhin von den Dienstag-Vorlesungen – auch wegen der konzentrischen Atmosphäre dieses Raumes. (Helmut Hempel)
S20a Depot | (= Bücherdepot 3), früher Depotraum der Gemäldegalerie, heute, Bücherdepot der Bibliothek im Befüllungsstadium. (Beatrix Bastl)
E A3 Atelier | Im Zuge des Unistreikes 2009 wurde für den Fachbereich für Performative Kunst der Raum hinter der Aula als permanenter Arbeitsraum freigegeben. Da der Fachbereich bis dahin weder Türen noch Wände besaß, entschieden wir uns, eine Kartonwand, inklusive schwingender Salontüre und rosa-gelbe Fenster, einzubauen – einfach als wichtiges Arbeits-Mobiliar (eine Türe und eine Wand!!). Performative Kunst braucht einen konstanten Proberaum/Atelierplatz. Inzwischen sehen die Karton-Türen etwas herunter gekommen aus und erinnern nur noch nostalgisch-vergilbt an den Bildungsstreik. Nun bekommen wir neue feine Türen. (Fachbereich Performative Kunst)
E 12a Atelier | Grafisches "Kinderzimmer". Kuppelgewölbe bemalt, freigelegt. Der Horizont ist ein Formrohr, keine Zugstange für den Bogen, sondern Behelf für das künstliche Licht. Darunter: weiße Wände, vorgesetzt.
209 Seminarraum | Specialschule für Maler (Lützow 1877). Die Aussicht zeigt nicht nach draußen, sondern auf eine Wand mit Gebrauchsspuren. Weit abgehängtes Licht. Unten: weiße Wände, vorgesetzt. Der würfelförmige Raum ist durch einen Horizont zweigeteilt: unten zum Arbeiten, oben zum Atmen.
DG 09/T3 | Architektur-Studio “Turm 3” und gerne gewählter Präsentationsraum: “Vielleicht eröffnet sich an dieser Stelle eine Möglichkeit.”
DG 12b Seminarraum | Der Raum DG 12b wird als Büroraum des PhD-in-Practice und des IKWs genutzt. Zudem dient der Raum als Präsentationsraum des PhD-in-Practice für öffentliche Veranstaltungen wie dem monatlichen Fantastic Wednesday oder während des Rundgangs. Workshops, die im Rahmen des PhD-in-Practice stattfinden, werden ebenfalls in Dg 12b durchgeführt.

Video Paintings

For an authentic look please activate all four videos in succession. They represent four spaces on four (out of nine) floors that are superimposed: (in order of appearance)
D4_South rooftop | DG06/T2_Labor-Chemie attic storey | 1A1_Bosch-Saal 1st floor | S05a_Aktsaal Souterrain

Video Paintings
Für einen authentischen Eindruck aktivieren Sie bitte alle vier Videos hintereinander. Sie repräsentieren vier Räume auf vier (von insgesamt neun) Geschossen, die übereinander liegen: (in Reihenfolge ihres Erscheinens)
D4_Süd Dachfläche | DG06/T2_Labor-Chemie Dachgeschoss | 1A1_Bosch-Saal 1. Stock | S05a_Aktsaal Souterrain

D4_Süd
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Blick von den Dächern der Akademie über den Innenhof auf die Wienerberg City.

DG06/T2_Labor-Chemie ]a[ akademie der bildenden künste wien
Mehrzweckraum für Mikroskopie, Vorlesungen und Laborübungen für Studierende. Es gibt nur Dachfenster, die bei Regen nicht automatisch schließen.

1A1_Bosch-Saal ]a[ akademie der bildenden künste wien
Der Blick aus der knapp unter der Raumdecke eingezogenen technischen Ebene verleiht den architektonischen Elementen Dominanz gegenüber den Gemälden. Das Weltgerichtstriptychon des Hieronymus Bosch, das hier aus einer für den Besucher unerreichbaren Position zu sehen ist, ist das berühmteste Werk der Sammlung und gibt dem Galerieraum seinen Namen: Bosch-Saal. (Claudia Koch)

S05a_Aktsaal ]a[ akademie der bildenden künste wien
Anatomiesaal und gegenüberliegend hier der Aktsaal waren für Theophil Hansen Symbole einer anthropozentrischen Weltsicht und damit morphologische Bauteile des Bauwerks. Sie bilden stellvertretend für Tod und Leben die Basis jeder künstlerischen Tätigkeit. Im Untergeschoss positioniert, tragen sie, als Teile des Fundaments, das Bauwerk insgesamt. (Helmut Hempel)