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Niederösterreichisches Wohnbaufrühstück

kuratiert und moderiert von der Architekturpublizistin Franziska Leeb. Den Auftakt der neuen Reihe des ORTE Architekturnetzwerkes „Niederösterreichisches Wohnbaufrühstück“ bilden Konzepte gegen Leerstand und Wertminderung.

Einfamilienhäuser bestimmen die niederösterreichische Siedlungsstruktur. Der Anteil an Wohnungen in Einfamilienhäusern liegt mit 54,9% deutlich über dem österreichischen Gesamtdurchschnitt von 35,3%. 82 von 100 Wohngebäuden sind diesem Gebäudetyp zuzurechnen (Quellen: Statistik Austria: Census 2011/Gebäude- und Wohnungszählung und „Wohnen 2014“). In den Bezirken Mistelbach, Gänserndorf und Hollabrunn liegt ihr Anteil am Wohnhausbestand sogar bei über 90 Prozent. Mehr als die Hälfte davon ist unterbelegt. Spätestens wenn im Alter der Traum vom Einfamilienhaus zum belastenden Albtraum wird, Sanierungen und Adaptierungen anstehen oder die nächste Generation das Elternhaus nicht übernehmen kann oder will, stellt sich die Frage nach einer werterhaltenden Umnutzung. Anhand aktueller Forschungsergebnisse werden Entwicklungspotenziale für die große Zahl an nicht mehr zukunftsfähigen und/oder unterbelegten Einfamilienhäusern diskutiert.

Ablauf
9:30 Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmerinnen
9:45 Julia Lindenthal, Impulsreferat
10:00 Diskussion
12:30 Ende

Moderation:
Franziska Leeb

Impulsreferat:
Julia Lindenthal
Projektleiterin ReHABITAT-ImmoCHECK+/ Österreichisches Ökologie Institut
Das von Julia Lindenthal geleitete Forschungsprojekt ReHABITAT- ImmoCHECK+ entwickelt Grundlagen eines gender- und alterssensiblen Werkzeugsets, mit dem das Entwicklungspotenzial von unterbelegten oder leerstehenden Einfamilienhäusern (EFH) hin zu nachverdichtenden, innovativen Wohnformen dargestellt und bewertet werden kann.
rehabitatprojekt.wordpress.com

DiskutantInnen:
Jens de Buck
Leiter der Stadtplanung St. Pölten
www.st-poelten.gv.at

Helmut Frank
Leiter der Abteilung Wohnungsförderung im Amt der NÖ Landesregierung
www.noe.gv.at

Christian Fröhlich, Architekt
Christian Fröhlich betreibt zusammen mit Johanna Digruber das Studio HARDDECOR ARCHITEKTUR. Mit dem Projekt “Das Haus ist vergangen.” soll nachgewiesen werden, dass zwei diversifizierte aktuelle Nutzergruppen – multilokale Bewohner/innen und Migrant/innen – ähnliche Wohnbedürfnisse haben, vergleichbare Funktionsteiligkeit ausüben und sich daher ohne gravierende Änderungen der Lebensgewohnheiten Wohnraum teilen können.
www.harddecor.at/work/das-haus-ist-vergangen

Ernst Gruber, Architekt
Ernst Gruber ist Obmann der Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen, kuratiert die Workshopreihe „Gemeinsam Bauen Wohnen in der Praxis“und ist Mitarbeiter bei wohnbund:consult.
ernstgruber.wordpress.com, gemeinsam-bauen-wohnen.org

Peter Görgl, Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien
Peter Görgl ist Autor der Studie “Nachverdichtung als Chance zur Ortskernbelebung in suburbanen Gemeinden?”
www.raumforschung.univie.ac.at

Harald Hittinger, Teamleiter Asyl WGs NÖ,
Caritas der Erzdiözese Wien, Asyl & Integration
www.caritas-wien.at

Gerhard Üblinger, Sozialpädagoge, Neztwerk habiTAT
habiTAT ist ein Linzer Verein zur Förderung solidarischer und selbstverwalteter Wohn- und Lebensformen. Inklusion, Selbstverwaltung, Solidarität und die Idee des Nutzungseigentums sowie der Kapitalneutralisierung sind die zentralen Anliegen.
www.habitat.servus.at

Walter Steinacker, Landesbaudirektor
Gruppe Baudirektion, Amt der NÖ Landesregierung
www.noe.gv.at

Juri Troy, Architekt
beschäftigt sich intensiv mit nachhaltigen Gebäudekonzepten
www.juritroy.at